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Denzel-Kapelle bei Emersacker

Ein Ort der Stille im Laugnatal

05.05.2026

Die Denzel-Kapelle am Radweg zwischen Welden und Emersacker ist Teil des 7-Kapellen-Projekts der Siegfried und Elfriede Denzel Stiftung. Der moderne Holzbau von Wilhelm Huber lädt Radfahrer, Wanderer und Besucher zum Innehalten, Rasten und zur Besinnung ein.

Am Radweg zwischen Welden und Emersacker liegt die Denzel-Kapelle, die auch als Huber-Kapelle oder „Blaue Kapelle Laugnatal“ bekannt ist. Sie gehört zum Projekt „Sieben Kapellen“ der Siegfried und Elfriede Denzel Stiftung, das entlang der Radwege im Schwäbischen Donautal zeitgenössische Wegkapellen aus Holz entstehen ließ.

Entworfen wurde die Kapelle vom Architekten Wilhelm Huber. Ihr 12 Meter hoher, hölzerner Turmbau fügt sich in die Landschaft des Laugnatals und den angrenzenden Fichtenbestand ein. Von außen wirkt der Bau schlicht und markant zugleich, im Inneren öffnet sich ein reduzierter, sakraler Raum, der bewusst als Gegenwelt zur Natur gestaltet ist.

Besonders prägend ist das blaue Oberlicht im Turmdach. Das mundgeblasene Glas ist die einzige Lichtquelle im weißen Innenraum und taucht die Kapelle je nach Tageszeit, Sonnenstand und Wetter in unterschiedliche Blautöne. Dadurch entsteht eine ruhige, konzentrierte Atmosphäre, die zum Stillwerden und zur inneren Einkehr einlädt.

Die Kapelle ist nicht nur ein architektonisches Zeichen in der Landschaft, sondern auch ein Ort für Menschen unterwegs. Radfahrer, Wanderer und Besucher können hier eine Pause einlegen, die Landschaft des Laugnatals betrachten und einen Moment Abstand vom Alltag gewinnen. So verbindet die Denzel-Kapelle moderne Architektur, Naturerlebnis und spirituelle Besinnung auf besondere Weise.

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